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Geht doch

Ich habe ja lange Zeit nichts mehr zu dem Thema Kreismusikschule, Landkreis, Politiker, Medien etc. geschrieben, Waren es in der Vergangenheit im wesentlichen die kritischen Töne, die ich angeschlagen hatte, kommt nun etwas ganz neues: Es hat sich etwas bewegt; es hat sich sogar etwas positiv bewegt! War die Vergangenheit vorwiegend dadurch geprägt, das man übereinander geredet hat, hatte man angefangen auch miteinander zu reden. Mit beeindruckender Unterstützung der Stadt Osterholz-Scharmbeck wurde ein moderierter Prozess aufgesetzt, der die unterschiedlichen Interessensgruppen zusammen und am Ende sogar näher gebracht hat!

Da ich selber nicht an diesem Prozess beteiligt war, kann ich natürlich nur mutmaßen was nun genau die Barrieren zwischen öffentlicher Hand und der Musikschule beiseite geräumt hat. Ich denke, dass durch das miteinander Reden  viel deutlicher geworden ist, dass die Kreismusikschule mit großem Engagement einen öffentlichen Bildungsauftrag übernimmt. Darüber hinaus wurde viel klarer, dass die Kreismusikschule durch Mangelfinanzierung unverschuldet, jenseits des Randes der Möglichkeiten arbeiten musste. Auf der anderen Seite hat sich die Musikschule durchaus auch zu strukturellen Einschnitten bereiterklärt. Hier ist sicherlich aus pädagogischer Sicht die Kontigentierung des Einzelunterrichtes zu nennen. Der Einzelunterricht ist ein echter Kostenfaktor in der Musikschulfinanzierung. Über die Notwendigkeit des Einzelunterrichts hatte ich ja schon etwas geschrieben und lange Zeit sah es so aus, das der Landkreis Osterholz tief in die pädagogische Arbeit der Musikschule eingreifen wollte (es in der Vergangenheit bereits auch getan hatte). Hier war konkret geplant dem Einzelunterricht gar keinen öffentlichen Zuschuss zukommen zu lassen. Zumindest liegt bei einer Kontigentierung die Kontrolle stärker bei der Musikschule, auch wenn man sicher beobachten muss, wann der Punkt kommt an dem es pädagogisch nicht mehr vertretbar ist, an dem man einem Schüler den Einzelunterricht nicht mehr anbieten kann. Aber diese Frage kann man sicher noch an den Punkt verschieben, an dem sie akut wird. Auch bisher wurde der Einzelunterricht ja nicht Grundlos gegeben, sondern richtete sich schon nach pädagogischen Erwägungen. Der nächste Punkt, der von der Musikschule abverlangt wurde, ist es das die Lehrerinnen und Lehrer 10% ihrer Arbeit in den „Einnahmebereich“ verlagern sollen. Natürlich verlangt die öffentliche Hand hier etwas, das im Grunde auf die Qualität der gelieferten Arbeit zielt. Hier muss man sehen,  wie ein Qualitätsverlust eingrenzt werden kann. Die Kreismusikschule hat aber aus eigenem Antrieb ein großes Interesse geäußert, ein professionelles zertifiziertes Qualitätsmanagement einzuführen. Das mag ein wichtiger Schritt sein am Ende doch ohne Qualitätseinbußen arbeiten zu können. Darüber hinaus ist das Einführen eines Qualitätsmanagements aus eigener Motivation, sicher ein vorbildlicher Schritt, der ja auch für andere (öffentliche) Einrichtungen Maßstab sein sollte. 

Was hat die Kreismusikschule dafür nun erhalten? Anerkennung und perspektivische Absicherung!

Anerkennung,

  • da man nun in einem echten Dialog steht;
  • dass es nun so etwas wie kommunale Mitverantwortung gibt, die Musikschule auch stärker in die Arbeit der Regelschulen einzubeziehen;
  • dass die Stadt Osterholz, der Musikschule mit dem „Gut Sandbeck“ parallel zum Moderationsprozeß ein wunderbares und sehr würdiges Schulgebäude zur Verfügung gestellt hat;
  • dass der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für die festangestellen Lehrkräfte auch mit der Konsequenz der regelmäßigen Tarifeerhöhung  anerkannt wird und mit der Erhöhung des öffentlichen Zuschusses durch den Landkreis übernommen wird.

Gerade die Anpassung des Zuschuss an die Tariferhöhung trägt maßgeblich dazu bei, dass die Musikschule das erste Mal seit 1995 eine echte Perspektive besitzt.  Denn seit dieser Zeit musste die Musikschule zum Teil mit schwer zu akzeptierenden persönlichen Einbußen der Belegschaft mit einem unveränderten öffentlichen Zuschuss arbeiten – bis es im Prinzip echt nicht mehr ging. Auch wenn hierdurch die öffentliche finanzielle Unterstützung immer noch nicht die Vorbildlichste ist, wird hiermit zumindest das Problem nicht über die Zeit noch weiter verschärft. 

In den heutigen Zeiten, wo Bildung nicht in den größten Buchstaben geschrieben wird und in dem die öffentlichen Kassen so knapp scheinen, muss man das Ergebnis schon als Erfolg bewerten. Zumindest wenn man sich etwas im Internet umschaut, wird der Erfolg sogar noch größer: das sich überhaupt etwas im Themenbereich musikaiische Bildung und öffentliche Finanzierung positiv bewegt, ist inzwischen leider schon die Ausnahme. Ich bin mir sicher, dass die Kreismusikschule hieraus einen positiven Impuls nehmen wird und es wieder mal allen zeigen wird, wie musikalische Bildung und kulturelle Jugendarbeit mit der maximal möglichen Qualität auszusehen hat.

Danke! Geht doch …

 

 

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Da ich hier inzwischen einiges Material über den Umgang der politisch Verantwortlichen mit der Kreismusikschule Osterholz zusammengetragen habe, gibt es hier ein Überblick über alle Artikel in diesem Blog in zeitlicher Sortierung:

Warum das Ganze?
Musikschule, was macht sie teuer?
Ist Einzelunterricht elitär?
Warum brauchen wir musikalische Bildung?
Die Kreismusikschule, die Schulden vom Landkreis und die Medien
Leserbrief von Birgit Kröll
Die Musikschule, der Kreis und die Bertelsmann-Stiftung
Ist die Kreismusikschule in Gefahr?
Erste Zusammenfassung meiner Texte
Beobachtung der eigenen musizierenden Kinder
Der Landkreis Osterholz und seine Bürger
Kommentar zur Mangelfinanzfierung der Kreismusikschule
Einfach immer weiter so?
Hinweis
Private versus öffentliche Musikschulen
Knappe Kassen vs öffentliche Förderung der Musikschulen

Ich wollte heute mal wieder kurz ein Thema aufnehmen, mit dem ich in dieser Woche konfrontiert wurde. Inzwischen hatte mir die Kreismusikschule auf zwei Elternabenden die Möglichkeit gegeben, dass ich mein Wort an die teilnehmenden Eltern richten durfte (und das bestimmt wieder viel zu wortreich – sorry). Ich fand es sehr positiv, dass die Veranstaltungen verhältnismäßig gut besucht waren und dass es nun eine längere Liste von Mitstreiterinnen und Mitstreitern gibt, denen das Schicksal der Kreismusikschule auch am Herzen liegt. Da kann sich also noch einiges bewegen. Auf dem letzten Elternabend gab es aber auch eine kritische Stimme. Ich fand das sehr gut, dass angesichts der geballten Darstellung über die problematische Behandlung der KMS durch den Landkreis sich ein Elternteil getraut hatte einen deutlichen Kontrapunkt zu setzen. Ich finde es wichtig sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen, denn die Wahrheit liegt ja in der Regel immer irgendwo in der Mitte. Deswegen fand ich es toll, dass diese Sichtweise offensiv in die Diskussion eingebracht wurde anstatt sie unausgesprochen und evtl verärgert wieder nach Hause zu tragen. Und früher oder später kommen solche Argumente sowieso auf den Tisch.

ich möchte hier kurz auf die Argument eingehen (und hoffe, das ich diese aus der Erinnerung gut wiedergebe).

  1. Meine Darstellung der Situation auf dem Elternabend ist sehr einseitig.
  2. Im Prinzip hätte die Person gerne jeder einzelnen Folie widersprechen können.
  3. Der Landkreis ist doch im wesentlichen unverschuldet in die Finanzproblematik geraten (Land/Bund Verursacher) und die öffentlichen Mittel sind einfach so knapp, dass nur andere wichtige Dinge (gerade auf der sozialen Ebene) auf der Strecke bleiben können. Aus diesem Blickwinkel ist die Aufregung „der Eltern“ über steigende Kosten und der Ruf nach mehr öffentlicher Förderung sozial nicht nachvollziehbar.
  4. Der Anspruch der Eltern eines überdurchschnittlich von der Einkommensteuer finanzierten Landkreises auf mehr Beachtung ihrer Forderungen ist nicht nachvollziehbar, da die Leute hier vor allem wegen dem günstigen Bauland ansiedeln.

Im Folgenden will ich diese Punkte kurz einzeln diskutieren:

  1. Einseitge Darstellung: Ich glaube schon, das ich bei meinen verbalen Ausführungen weniger präzise bin, wie ich es hier in schriftlicher Form versuche. Dazu kommt, dass ich beim Erzählen sicher polemischer wirke als wenn ich hier Dinge schreibe. Das diese ganze Aktion im Prinzip einseitig ist, liegt aber meiner Meinung nach in der Natur de Sache. Wir reden hier nicht über ein neutrales Gutachten, wie der Landkreis angesichts seiner Probleme auch noch eine Kreismusikschule finanzieren kann. Ich formulieren einen Anspruch und interpretiere Handlungsweisen von Akteuren im System – basiere das aber auf recherchierten und dokumentierten Fakten. Das dieser Anspruch und diese Interpretation sich dabei auf die Seite der Kreismusikschule schlägt, ist meiner Meinung nach erklärbar. Es wäre ja sehr gut wenn der Landkreis sich auf einen offenen (dokumentierten) Disput einlässt. Wenn ich aufgrund der Informationen die ich gefunden habe behaupte „anscheinend ist dem Landkreis Bildung nicht so wichtig.“reicht es nicht zu sagen „ist sie doch“. Es sollte schon vom Landkreis klar gesagt werden, dass:
    • Musikunterricht für den Landkreis keine Bildung ist – dann würde die Musikschule da keine Rolle spielen
    • 27% öffentliche Förderung das Maximum ist was der Landkreis sich leisten kann. Da das deutschlandweit mit zu den negativ Rekorden gehört,ist es dann aber auch wichtig zu zeigen, dass andere Leistungen des Landkreises auch unterdurchschnittlich sind. Oder, dass
    • die Unterstützung der Musikschule für den Landkreis untergeordnete Priorität besitzt. Das würde zumindest klarere Verhältnisse schaffen. Oder, dass
    • die Gründe für die Notwendigkeit in den operativen Betrieb der KMS einzugreifen alternativlos sind. Dabei sollte dann aber auch die Erwartungshaltung des Kreises klar dokumentiert werden.
  2. Den Inhalten widersprechen: Bei einem Vortrag, muss man entweder auf einem etwas höheren Abstraktionsgrad bleiben, um dafür ein Themenfeld breiter betachten zu können oder man begrenzt das Themenfeld („z.B. ist Einzelunterricht Elitär“) und kann dafür mehr Fundament in die Betrachtung hineintragen. Der Vortrag war nun breiter angelegt, da kann es gut sein, dass einige Punkte unklar bleiben. Was ich schlicht nicht gelten lassen würde, ist das meine Äusserungen bezogen auf die Fakten, (grob) falsch sind (etwas über die Schlüsse habe ich ja oben geschrieben). Das war einer der Gründe diesen Blog aufzusetzen – hier hat ja jeder die Möglichkeit den Gedanken hinter meiner Argumentation besser nachvollziehen und kommentieren zu können. Und ich glaube, dass das auch bei so einer komplexen Angelegenheit nicht verkehrt ist. Also Widerspruch sollte hier (gerne mit fundierten Gegenargumenten oder auch Interpretationen) seinen Platz finden.
  3. Mehr öffentlicher Zuschuss für Musikunterricht: Ich vereinfache den Punkt mal auf: Ist es in Zeiten knapper öffentliche Mittel unsozial nach Zuschuss zu verlangen, well man sich jetzt doch auch schon den teuren Musikunterricht leisten kann? (vor allem weil doch der Landkreis nichts für die Finanznot kann. ) Ich finde, dass ist durchaus ein Punkt, ich sehe da aber zwei Ebenen:
    • Der aktuelle Kurs des Landkreises (kein öffentlicher Zuschuss des Einzelunterrichts und stetige generelle notwendige Gebührenerhöhung) wird dazu führen, dass der wirtschaftliche Betrieb der KMS nicht mehr möglich sein wird. Die aktuellen Abmeldungen nach der letzten Gebührenerhöhung haben bereits dazu geführt, dass sich das Haushaltsdefizit bereits jenseits des geplanten Haushalts bewegt – das wird in der Zukunft weiter fortsetzen. Im Prinzip ist das Ende der Schule wie wir Sie jetzt kennen absehbar. Wenn es nun Eltern gibt, die bereit sind zur Entlastung des Landkreises weitere drastische Kostenzuwächse zu tragen und man verstärkt Werbung für die Notwendigkeit machen würde, glaube ich, dass es nur am Rande funktionieren wird. Die Kosten sind doch schon jetzt für eine öffentliche Schule (wg. der geringen öffentlichen Zuschüsse) mit die teuersten in Deutschland – wie weit ist das denn noch vermittelbar? Nein ich glaube, dass hiermit das Ende der Musikschule nach Qualitätsmasstäben der VDM eingeläutet wäre.
    • Die andere Ebene ist der Punkt, dass es anscheinend nur die Bedürftigen (mit Bildungsgutschein) und die sehr Wohlhabenden gibt, die einfach allen Erhöhungen trotzen werden. Mehr Kindern den Zugang zum Musikunterricht zu ermöglichen ist richtig und wichtig. Nur was ist eigentlich mit der breiten MIttelschicht der Bürger, die sich den Unterricht zum Teil jetzt schon nicht leisten können oder die einfach aus Kostengründen Ihre Kinder abmelden müssen. Wie sozial ist es eigentlich diese Schicht auszusperren? Es ist sicher so, dass Kinder aus unteren Schichten der Gesellschaft überproportional und breiter vom Musikunterricht profitieren können. Dennoch ist es nicht richtig das Ausblenden der Mittelschicht so still und heimlich zuzulassen. Ich finde dann sollte man das auch klar so sagen!

    Das wesentliche Problem der „knappen Kassen Debatte“ ist meiner Meinung nach die Art der Umgangs mit der Situation und die damit verbundene Intransparenz. Ich will das mal an einem Beispiel verdeutlichen. Wenn man z.B. die drei größten Posten der freiwilligen Leistungen des Landkreis aus dem Haushaltsplan für 2012 betrachtet findet man: 400.000€ für eine Stiftung im Bereich der Kultur (Betrieb von zwei Museen), 270.000€ für ein Tagungshaus und 140.000€ für die Kreismusikschule (17% der Gesamtförderung dieser drei Einrichtungen). Als Bürger der landesweit und deutschlandweit quasi mit am stärksten für den öffentlichen Unterricht bezahlen muss fände ich eine nachvollziehbare Priorisierung nötig.

    • Wie hoch ist der Eigenanteil der Nutzer des Angebotes (Gesamthaushalt/öffentlichen Mittel);
    • wie hoch ist die prozentuale Förderung vergleichbarer Angeboten in anderen Gegenden;
    • wer wird mit den Angeboten erreicht;
    • welcher Beitrag wird damit für die Gesellschaft geleistet etc.

    Auf dieser Basis kann Politik dann gerne bewerten und sollte den Bürgern das auch ehrlich vermitteln. Das wäre zumindest meine Vorstellung von Demokratie.

  4. Motivation in den Landkreis zu ziehen: Ich weiss nicht, ob es richtig ist die Aspekte „günstiger Baugrund“ und „wertige Angebote für Kinder und Jugendliche“ gegeneinander zu verrechnen. Natürlich kann ich das Geld was ich spare in eine teure Musikschule reinvestieren. Aber ich glaube, dass diese Rechnung nicht so einfach aufgeht. Ich fände es dann wohl einfach besser wenn der Landkreis deutlich sagt, dass im Rahmen einer Schwerpunktsetzung keine öffentliche Musikschule finanziert wird, aber der Baugrund hier günstig ist. Ein potentieller Neubürger könnte dann sehen was andere Landkreise im Speckgürtel einem Ansiedlungswilligen neben evtl noch günstigen Baugrund bieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass im Lichte des demographischen Wandels am Ende des Tages die Regionen bestehen, die alles dafür tun gerade die Familien zu gewinnen die neben günstigen Baugrund auch noch etwas z.B. für die Bildung des Nachwuchses bieten können. Sich aber nur nach draussen hinzustellen und den Eindruck, einer Bildungsregion zu vermitteln ist meiner Meinung nach eine Mogelpackung. Und das gilt auch für eine Kreismusikschule bei der blindes Sparen die Qualität vollständig ersetzt hat.

Heute will ich mich an ein heikles Thema heranwagen: die Politik weist regelmäßig gerne darauf hin, dass es auch private Anbieter von Musikunterricht und private Musikschulen gibt. Warum wird denen denn mit öffentlichen Mitteln Konkurrenz gemacht – wird hier nicht ein vergleichbares Angebot mit effizienteren wirtschaftlichen Strukturen zu ähnlichen Kosten für den Unterricht angeboten?

ich finde diese Frage durchaus berechtigt, und es hat mich auch einige Zeit gekostet, um zu verstehen wie man sich diesem Thema nähern sollte. Ich glaube, dass eine reine Argumentation über Qualität des Unterrichts in eine falsche und auch schwierige Richtung führt. Ich hätte da auch viel zu wenig Einblick, um mir hier ein fundiertes Urteil erlauben zu können. Vielleicht hilft es mehr zu fragen, warum wir uns diese Frage überhaupt stellen müssen? Dafür muss man verstehen, warum es überhaupt öffentliche Musikschulen gibt? Historisch betrachtet war Musikunterricht etwas rein privates. Es war sogar etwas höchst priviligiertes. Die wenigen sehr wohlhabenden ließen sich den Hauslehrer für ihre Kinder quasi als Bediensteten kommen und musizieren war damals in der Regel elitär!

Einen guten Einstieg in die frage warum wir blühende öffentliche Musikschulen benötigen finden sich in dieser wunderbaren Rede: Musikalische Bildung öffnet Grenzen – Musikschulen für Vielfalt, Integration und Qualität Eröffnungsvortrag Musikschulen und die Entwicklung der kommunalen Bildungslandschaft von Professor Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft Freitag, den 15. Mai 2009. Dort findet sich z.B.:

Was wir alle bestätigen können, ohne es genau zu sehen ist, dass die Idee der „Musikschule“ über 80 Jahre immer dieselbe geblieben ist: möglichst viele Menschen mit Musik zu erreichen. Dieser Dauerauftrag hatte als identitätsstiftendes Moment in all den Jahrzehnten Musikschulentwicklung jenseits aller gesellschaft- lichen Veränderungen Bestand.

Historisch betrachtet waren Musikschulen also ein Gegenentwurf zum teuren privaten Musikunterricht mit dem Ziel „möglichst viele Menschen mit Musik zu erreichen“. Ist der private Musikunterricht über die Jahre so viel günstiger geworden, dass selbst eine öffentliche Musikschule nicht mehr konkurrieren kann? Oder sind die öffentlichen Musikschulen gar zu träge und unfähig vernünftig zu wirtschaften? Noch ein Zitat aus dem Vortrag:

So wie das einzelne Individuum von der Institution Musikschule profitiert, kann auch die einzelne Institution Musikschule von einem staatlich und kommunal gesicherten Bildungssystem profitieren. Weder die einzelne Institution noch das einzelne Individuum sollten ihrem jeweiligen Schicksal überlassen bleiben.

Öffentliche Musikschulen sind also Teil des Bildungssystems, die mit kommunaler Sicherung nicht ihrem Schicksal überlassen werden sollten. Die kommunale Sicherung sollte gerade dazu dienen, die musikalische Ausbildung einer breiten Masse, aus allen Schichten anbieten zu können.

Jetzt bitte aufpassen, denn jetzt wird es interessant: ich unterstelle mal, dass die Politik gerne auf die privaten Anbieter verweist um damit zu implizieren, dass die öffentlichen Musikschulen zu ineffizient und zu teuer sind. Das sind aber zwei Aspekte, die getrennt zu betrachten sind “ Effizienz“ und „Kosten“. Aber gerade bei den Kosten trägt doch die Politik den wesentlichen Teil der Verantwortung, denn hier bestimmt doch die Höhe der öffentlichen Förderung wie teuer der Unterricht angeboten werden kann. Hohe öffentliche Förderung geringe Beiträge für die Eltern und geringe öffentliche Förderung, teurer Musikunterricht. Je weniger öffentlich gefördert wird, desto mehr gleichen sich die Kosten zu den privaten Anbietern an. Als öffentlich kontrollierte Einrichtung, hat eine öffentliche Musikschule gar nicht viele Möglichkeiten das Geld zu verplempern oder zu verprassen.

Was lernen wir daraus? Musikschulen sollten mit öffentlicher Unterstützung den Musikunterricht einer breiteren Masse anbieten. Der Landkreis Osterholz hat seine öffentliche Unterstützung faktisch über die Jahre reduziert. Die Kreismusikschule musste deswegen ihre Gebühren immer weiter erhöhen. Die Frage, warum wir uns die Frage „privat versus öffentlich“ stellen, gibt es doch doch nur wegen dem Handeln der Politik. Und nun regt die Politik sich auch noch darüber auf: Es ist so simpel, als wenn man sich darüber aufregt, dass es so dunkel ist – aber vorher das Licht selber ausgeschaltet hat.

Und dann hat der Landkreis in den letzen Jahren durchgesetzt, das freiwerdende Stellen in der Kreismusikschule nur noch durch Honorarkräfte besetzt werden können. Dadurch steigt die Fluktuation der Lehrkräfte und wieder hat sich der Landkreis ein tolles Argument geschaffen: die Kontinuität der Lehrer ist auch nicht besser als in der privaten Musikschule.

Das eine Musikschule wirtschaftlich mit den Beiträgen der Eltern umgehen soll, und das ihre Arbeit hohen und definierten Qualitätsansprüchen genügen muss, gilt auch für die Kreismusikschule. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bin da aber zuversichtlich, dass die Kreismusikschule sich einer solchen Diskussion gerne stellen würde. Aber immer nur zu behaupten, die privaten Musikschulen bieten die gleiche Leistung sogar ohne öffentliche Förderung ist einfach nur platt!

Ich finde das musste mal gesagt werden 😉 !

In meiner Einleitung zu diesem Blog habe ich bereits dargestellt, dass man leider viel zu oft den Hang hat politische Entscheidungen devot hinzunehmen. Oftmals mit der Vermutung, dass man als Einzelner eh nichts ändern kann. Auf der anderen Seite sind viele Dinge zu komplex, so dass es einfache Lösungen nicht gibt – ohne das nötige Fachwissen kann man sich dann keine fundierte Meinung erlauben oder politische Entscheidungen ernsthaft in Zweifel ziehen. Nachdem ich einiges zum Thema Musikschulen, öffentliche Förderung, Musikunterricht etc. gelesen habe, glaube ich dass die Kreismusikschule Osterholz nicht den politischen Stellenwert hat, den sie haben sollte. Ich frage mich, wen das eigentlich stört? OK, die Menschen die unmittelbar mit der Musikschule verbunden sind, stört das aus einem Eigennutz heraus. Dann kenne ich einige Eltern, die mit den aktuellenEntwicklungen rund um die Musikschule auch nicht besonders glücklich sind. Aber von einer breiten Masse kann man da noch nicht reden. Ist es eigentlich unmöglich mehr Menschen auch für solche „Randthemen“ zu interessieren und einige davon zu mobilisieren?

Ich glaube, das man das ewige Sparen an der Bildung unserer Jugend nicht weiter hinnehmen darf. Das eine musikalische Bildung auch das Bewahren einen kulturellen Schatzes ist will ich hier gar nicht strapazieren, da so etwas in den heutigen Zeiten leider kaum noch Stellenwert zu besitzen scheint. Aber die vielen positiven Vorzüge einer qualifizierten musikalischen Bildung habe ich hier ja auch bereits  ausgeführt – man kann es sich doch nicht einfach so gefallen lassen, das Politik diese Werte und diesen Nutzen einfach so unterpflügt. Ich bin mir recht sicher, dass das nur geschieht, weil es da einfach  so geht. Das geschieht so, weil wir es uns einfach gefallen lassen. Und ich bin mir sicher, dass es immer weiter gehen wird, immer dort wo es am wenigsten Lärm gibt. Da geht es dann auch nicht darum, sinnvoll zu handeln, sondern den Fluss des Sparens immer den Weg des geringsten Widerstandes laufen zu lassen.

Da mag es ganz passend zu sein, die Worte unseres neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck  als Apell zu verstehen. In seiner Antrittsrede  ruft er  ausdrücklich zum außerparlamentarischen Engagement zum Ausgleich von Mängeln der parlamentarischen Demokratie auf:

Nicht nur bei uns, sondern auch in Europa und darüber hinaus ist die repräsentative Demokratie das einzig geeignete System, Gruppeninteressen und Gemeinwohlinteressen auszugleichen.

Es handelt sich um ein lernfähiges System. Neben den Parteien und anderen demokratischen Institutionen existiert eine aktive Bürgergesellschaft. Bürgerinitiativen, Ad-hoc-Bewegungen und Teile der digitalen Netzgemeinde ergänzen mit ihrem Engagement, aber auch mit ihrem Protest die parlamentarische Demokratie und gleichen Mängel aus.

In diesem Sinne kann ich nur dazu aufrufen, die eigene Stimme gegen solche Ungerechtigkeiten zu erheben. Wir müssen uns nicht immer alles gefallen lassen. Ob man selber der Weg des geringsten Widerstandes für die politisch Verantwortlichen ist, hat man zum großen Teil selber in der Hand! Ich werde in jedem Fall meine Stimme erheben und nach meinen Möglichkeiten Licht auf die Ungerechtigkeit werfen, die der Kreismusikschule angetan wird. Es muss eine gemeinsames Ziel werden, bessere Bedingungen für die Kreismusikschule zu schaffen und durch mehr Öffentlichkeit die politisch Verantwortlichen davon zu überzeugen Bildungsangebote im Sinne unserer Kinder nicht weiter zu beschneiden. Ansonsten wird das Besparen der Kreismusikschule durch den Landkreis garantiert nicht der letzte Akt bleiben, sonder der Auftakt des bildungspolitischen Ausverkaufs im Landkreis.

Abschließend will ich nochmal unseren Bundespräsidenten aus einer Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011 zitieren, die den Stellenwert der musikpädagogischen Arbeit aus seiner Sicht darstellt (http://www.musikschulen.de/aktuelles/news/index.html?newsid=243):

Und nun zum Schluss wollen wir von dieser Stelle aus alle die, die junge Menschen zur Kunst führen, grüßen. Wir grüßen die, die in den Jugendmusikschulen, den Konservatorienund Hochschulen arbeiten, in Musik- und Kunstvereinen, die in Theatern und Theaterwerkstätten arbeiten. Wir grüßen alle Schulen des Landes, in denen engagierteLehrkräfte kleine Augen und kleine Ohren öffnen bei denen, die – wenn wir nicht mehr sind –dieses Europa zu gestalten vermögen. Wir grüßen sie von Herzen, denn wir wissen, Europas Kultur wird nicht nur von den Festivals, den großen wie den kleinen Europas geschaffen, sondern von diesen Menschen, die ganz früh damit anfangen, Menschen zu lehren, welche unglaublichen Potenzen und Möglichkeiten in ihnen stecken. Wir grüßen sie und wünschen, dass sie uns bald begegnen.

Es ist wieder mal typisch, dass hier die politisch Verantwortlichen des
Kreises gerade auf Kosten der Kinder und Jugendlichen sparen wollen. Das Ganze wird unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit argumentiert, weil z.B. Einzelunterricht eine Art von Eliteförderung sei, die nur einen kleinen Teil der Bevölkerung bevorteilt. Das Handeln der Verantwortlichen des Kreises bevorzugt aber gerade eine Finanzelite, die anscheinend keine Probleme haben immer höhere Summen für eine kulturelle Ausbildung Ihrer Kinder zu bezahlen. Kinder aus anderen Schichten sollen in dieser Logik schon früh eine zwei Klassenmechanik zu spüren bekommen. Das volle Angebot mit allen Möglichkeiten und angemessener Förderung der Talente nur noch für die Wohlhabenden, Basisprogramm und Reihenbehandlung für die Masse. Das ein Angebot einer Musikschule nur von einen schmalen Teil der Gesellschaft Anspruch genommen wird, liegt in der Neigung und dem unterschiedlichen Interesse der Kinder und Jugendlichen, den Prioritäten der Eltern sich finanziell an der Bildung der Kinder zu beteiligen aber vorallem auch an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern. Der Kreis sollte eigentlich stark daran interessiert sein mehr Kindern eine qualitativ hochwertige Musikausbildung zu ermöglichen. Er handelt aber so, dass das Angebot kultureller Ausbildung sich verschlechtert und Qualität nur noch einem kleinen elitären Kreis ermöglich wird. Anstatt seinen Beitrag zur Unterstützung der KMS zu erhöhen, damit z.B. die Kosten für den Einzelunterricht für mehr Familien bezahlbar wird, spart der Kreis die KMS systematisch kaputt. Aber vielleicht ist nachhaltiges und weitsichtiges Handeln von politisch Verantwortlichen in heutigen Zeiten auch zu viel verlangt, schade, dass es mal wieder die eigentlichen Zukunftsträger unserer Gesellschaft trifft – die Kinder und Jugendlichen.

Bei meinen Recherchen zu diesem Blog habe ich zahlreiche Quellen studiert und den ein oder anderen interessanten Aspekt entdeckt. In diesem Artikel will ich näher auf eine Besonderheit des Landkreises eingehen. Als Bürger des Landkreises fragte ich mich wie es eigentlich wirtschaftlich um den Landkreis bestellt ist. Ich wollte wissen, ob es dem Landkreis wirklich so überdurchschnittlich schlecht geht, das er seine Musikschule überdurchschnittlich schlecht finanzieren muss. Denn das ist klar, hierdurch werden die Eltern der Musikschüler überdurchschnittlich stark zur Kasse gebeten (das anderen Eltern die Nutzung der Musikschule für ihre Kinder dadurch sogar unmöglich gemacht wird, soll hier heute mal nicht das Thema sein). Den Grund dafür wollte ich gerne herausfinden; welche Rechtfertigung könnte es da für den Landkreis geben?

Auf die Schulden des Landkreises bin ich ja schon zum Teil eingegangen, das ist in der Tat traurig. Wenn man die doch sehr limitierte Unterstützung der Musikschule durch den Landkreis betrachtet, sollte relativ sicher sein, dass die Kreismusikschule nicht der Verursacher des Haushaltsproblems sein kann. In den letzten Jahren lag die jährliche Unterstützung des Landkreies bei knapp 130.000€. Der Gesamthaushalt des Landkreises lag z.B. 2011 bei über 140 Mio.€. Die Förderung der Schule als freiwillige Leistung des Landkreises macht also nur 0,9 Promille des Kreishaushaltes aus (anders gesagt, könnte der Kreis über 1000 Musikschulen bei 140Mio.€ finanzieren – nur um einer Vorstellung von den Zahlen zu bekommen). Aber das soll nur eine kleine Seitenbemerkung sein.

Aber zurück zum Thema: geht es dem Landkreis nun so schlecht, dass er Kosten auf die Einwohner verlagert, die in den meisten Gegenden Deutschlands in viel stärkerem Maße von den Kommunen getragen werden? Ein Vergleich von Landkreisen die ich gefunden habe, stammt von Focus Online:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen/tid-24265/landkreis-ranking-2011-deutschlands-erfolgreichste-landkreise_aid_687123.html

In diesem Ranking wurde auch die Wirtschaftskraft der unterschiedlichen Landkreise bewertet. Insgesamt liegt der Kreis Osterholz immerhin auf Platz 154 von 393 Landkreisen. Also das kann dann doch nicht unbedingt der Grund für die so geringe öffentliche Förderung des Kreismusikschule sein. Klar, bleiben immer noch die Schulden des Landkreises! Aber vielleicht könnte man auch mal anfangen bei den Verursachern der Schulden anzusetzten – manchmal macht die Beachtung des Verursacherprinzips wirklich Sinn. Und der entscheidende Nachteil für den Landkreis gerade bei der Kreismusikschule zu sparen ist, dass es am Ende nur maximal 0,9 Promille des Gesamthaushaltes betreffen wird. Gut ich bin kein Haushaltsexperte, aber ich glaube diesen Zusammenhang verstehe ich sogar.

Da ich immer noch nicht schlauer geworden bin, habe ich meine Suche nach dem Grund fortgesetzt. Dabei bin ich dann über diese Quelle gestolpert.

http://www.komsis.de/rd=0033560000/sisearch/profil_25.html

Das was ich da gesehen habe, hatte ich mir vorher nie so richtig klar gemacht. Ich kann das hier nur sehr Laienhaft erklären, aber ich versuche das mal. Man betrachte nur mal die folgende Tabelle von dieser Seite:

€ je Einwohner
(Landkreis Osterholz)
im Landesvergleich
(Land=100 %)
Gewerbesteuereinnahmen (netto) 2010: 152,08 52 %
Gemeindeanteil an Einkommensteuer 2010: 288,86 113 %

Der Landkreis hat hier zwei Finanzierungsquellen:

  • Gewerbesteuereinnahmen
  • Den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer

Dabei stammen fast 2/3 der Einnahmen aus der Einkommensteuer und etwas über 1/3 aus der Gewerbesteuer. Vergleicht man das dann noch mit dem Landesdurchschnitt (Landesvergleich) erkennt man, dass die Gewerbesteuer unterdurchschnittlich ist die Einkommensteuereinnahmen aber über dem Durchschnitt liegen. Bevor es jetzt zu langweilig wird, was sagt uns das eigentlich jetzt? Ganz wichtig, diese Situation ist nicht der Standard in Deuschland!

Der Landkreis profitiert enorm von der Lage im Speckgürtel von Bremen, denn gearbeitet wird in Bremen und seine Steuer bezahlt der Einwohner im Landkreis. Die Unternehmen spielen bei der Finanzierung des Landkreises eine nachgelagerte Rolle. Wenn man dann noch genauer schaut, sieht man, dass Handel und Dienstleistung für gut 75% der Gewerbesteuereinnahmen verantwortlich sind. Typischerweise, sind auch hierfür die Bürger als Kunden im Landkreis ein wichtiger Faktor. Kurzum, ohne die vielen Bürger, die außerhalb des Landkreises für Wertschöpfung verantwortlich sind, aber im Landkreis leben, wirtschaften und Einkommensteuer zahlen, würde der Landkreis sehr schlecht aussehen.

Anstatt zu verstehen was die Rechtfertigung des Landkreises ist, die Kosten für die Musikschule überproportional auf seine Bürger zu verlagern, habe ich jetzt herausgefunden, dass die Situation noch viel unverständlicher ist. Ein Landkreis, der so stark von seinen Bürgern abhängt, kann doch z.B. bei den Musikschulgebühren nicht auch noch so – sagen wir mal – „dreist„, zulangen. Haben wir da nicht einen – sagen wir mal – „moralischen“ Anspruch, dass unseren Kindern auch ausserschulische Bildungsangebote erschwinglich nutzbar werden? Wie gesagt, das hatte ich mir selber nie so klar gemacht, aber dieser Zusammenhang hat mich schon ärgerlich gemacht.

Dass der Landkreis die Kreismusikschule durch sein – für meinen Geschmack – unangemessenes Eingreifen in den Betrieb in große Existenznöte treibt, hatte ich ja schon beschrieben. Aber es ist darüber hinaus nicht zu akzeptieren, dass dem Bürger in solchen elementaren Anliegen wie eine erschwingliche und eigenständige Musikschule (die dann auch noch im Bereich von „Haushaltspromillen“ liegen) so mitgespielt wird. Den Grund warum der Landkreis seine Bürger nun so unangemessen belastet, habe ich aber nicht herausfinden können. Vielleicht macht der das auch nur, weil er meint das machen zu können?

Wenn der Landkreis durch sein agieren in absehbarer Zeit das Ende der Kreismusikschule zu verantworten hat, sollte das jedem der sich in diesem Landkreis ansiedeln möchte, zum nachdenken bringen. Das kann man den politisch Verantwortlichen im Landkreis nicht empfehlen! Ich würde das nicht unterschätzen. Gerade Familien in Gründung mögen da sehr sensibel reagieren, wenn Bildungsangebote in der eigenen Region immer stärker beschnitten werden. Wenn immer mehr Bürger den Landkreis wegen solcher Aktionen verschmähen, stellt man vielleicht fest, dass es am Ende wirklich der Bürger war, der den Landkreis finanziert hatte.

… Nicht das es dann zu spät ist!